The good old days of the American Diner PDF Drucken E-Mail
Was ist eigentlich ein Diner?

Image Da streiten sich selbst die US-Bürger: Die einen setzen bei einem Diner schlicht ein Frühstück rund um die Uhr voraus. Andere bestehen darauf, dass es Hausmannskost und eine Jukebox gibt. Wieder andere verlangen Edelstahl-Äußeres, Neonreklamen und das typische Diner-Mobiliar mit roten Kunstleder-Sitzecken und plastikbeschichteten Tischen. Wahrscheinlich liegt auch hier die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Wie auch immer: Das Diner ist Kult und ein fester Bestandteil der amerikanischen Kultur.

ImageDabei waren seine Anfänge sehr bescheiden: Walter Scott aus Rhode Island kam 1872 als erster auf die Idee, aus einem von Pferden gezogenen Lunchcar heraus, auch zu ungewöhnlichen Uhrzeiten, Fabrik- arbeitern Essen zu servieren. Auch am Abend und in der Nacht bot Scott heißen Kaffee & selbstgemachte Sandwiches an. Scott´s Idee wurde zu einem Erfolg. Wenig später sah man immer mehr Restaurants dieser Art auf den Straßen. Sie erweiterten ihre Öffnungszeiten und boten nun bereits am frühen Morgen Frühstück und ganztägig Speisen an.Das Konzept kam an: Handfestes Essen zu vernünftigen Preisen. In den 50er Jahren erlebte das Diner dann seine Blütezeit: Dort traf sich die amerikanische Jugend bei Milchshakes, Ice Cream und Burgern, eine Musikbox dudelte. Es wurden Unternehmen gegründet, die Spezialanfertigungen von Restaurantwagen mit prächtigen Inneneinrichtungen lieferten; dabei kamen ausgesuchtes Holz, geschliffenes Glas, Mosaikböden und gepolsterte Sitzecken zum Einsatz.
 
ImageDer Diner hat sich in Amerika zu einem festen Bestandteil des american way of life etabliert und findet sich in vielen Kinofilmen aus Hollywood als unverwechselbares Symbol wieder. Der Erfolg der American Diner liegt letztendlich darin begründet, dass sie in gemütlicher Atmosphäre Hausmannskost bieten, die ihr Geld wert ist. Truckerfahrer, der Streifenpolizist, Monteure, Geschäftsleute und Familien sind im Laufe der Jahre zu treuen Stammkunden geworden.
 
Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von www.usa-kulinarisch.de 
 

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